iOS 18 - Nichts für schwache Nerven

 


Die Firma Apfel, das iPhone und iOS 18. Warum ich jetzt schon von Apples neuem Betriebssystem genervt bin und was ihr darüber besser heute als morgen wissen solltet, das erfahrt ihr in dem folgenden Artikel.


Ein Sperrbildschirm in kompletten Lila. Icons auf dem Homescreen, die hellgrün leuchten. Ein Dock, das durchgehend schwarz ist und vieles mehr. Was hier ausschaut wie eine Freakshow aus den 80er-Jahren, das ist das neue iOS 18, das Apple am Montag auf seiner Keynote vorgestellt hat. Ab September soll es fertig und verfügbar für alle sein. Aktuell kann man sich nur eine Vorabversion herunterladen, die sich an Softwarehersteller richtet, damit diese ihre Produkte auf Kompatibilität prüfen können. Doch das hält echte Apple-Fans natürlich nicht auf. Im Gegenteil. Sie wollen von der ersten Minute an dabei sein und stellen dann überrascht fest, dass vieles, was angekündigt wurde, noch gar nicht funktioniert oder sogar noch komplett fehlt. 

Auch andere Probleme treten bei ihnen nach dem Update auf. So klagt ein Nutzer darüber, dass sein Akku nicht mehr richtig laden würde. Ein anderer beschwert sich über fehlende Fotos und ein weiterer kann auf seinem Messenger aus dem Hause Meta keine Nachrichten mehr empfangen. Es wird gemeckert und geschimpft, was das Zeug hält. 

Viele suchen auch das neue Siri. Die digitale Assistentin mit der sympathischen Frauenstimme soll mit dem Update deutlich intelligenter sein und wesentlich menschlicher klingen, denn sie verfügt fortan über eine künstliche Intelligenz, die direkt auf dem Gerät und nicht auf fremden Servern arbeitet. Nur tut sich hier in der Praxis, was das angeht, gar nichts. Die Dame klingt noch genauso wie vorher und ihren Wissensstand hat sie auch nicht aufpoliert. Nur warum nicht?


Was ist da los? Alles Fake? Eine große Luftnummer?


Nein, denn die Firma Apple weiß genau, wie sie ihre Kunden begeistern muss und was diese von ihr erwarten. Nur sind hier einmal mehr die Menschen vor dem Gerät das Problem, denn sie verwechseln eine erste Vorabversion mit einem wirklich fertigen Produkt. Auch wenn manche Dinge bereits gehen und man das Design des iPhone schon individuell anpassen kann (als hätte man das je gebraucht), die künstliche Intelligenz, das Herzstück des neuen iOS 18, wird erst in einigen Monaten in das System eingebunden. Sie funktioniert nur auf ausgewählten Telefonen und Tablets, welche die nötige Rechenleistung dafür mitbringen und, das wird sich auch später nicht ändern. 

Wer die KI voll ausschöpfen und ihren Genuss kommen möchte, der benötigt hierfür mindestens ein iPhone 15 Pro. Darunter geht gar nichts oder nur wenig. Man wird es sehen. Fakt ist aber, dass das, was da momentan zum Herunterladen angeboten wird, auf einem privaten und täglich genutzten Handy, absolut gar nichts zu suchen hat. Angesichts dessen noch einmal ganz deutlich: 

Die iOS 18 Developer App von Apple ist nur für Entwickler, Programmierer und Softwarehersteller, nicht für die Menschen wie du und ich gedacht. Auch wir dürfen testen und auch für uns gibt es eine Beta, allerdings erst später.

Ja und genau hier beginnt mein Unmut. Warum können Menschen nicht warten? Warum muss man etwas herunterladen und ausprobieren, was im täglichen Gebrauch überhaupt keinen Sinn macht? Ich verstehe es nicht.

Schaut man in die diversen Foren und Gruppen bei Facebook, dann ist der Unmut groß, weil eben nur wenig bis gar nichts funktioniert. Apple wird als Buhmann abgestempelt, obgleich die Firma gar nichts falsch oder auch nur im Ansatz verkehrt gemacht hat.

Dass, iOS 18 ein Betriebssystem ist, das auf vielen älteren Geräten nur eingeschränkt läuft, mag schade sein und gefällt auch mir nicht unbedingt, logisch ist allerdings trotzdem. Wer mit künstlicher Intelligenz arbeitet, der braucht dafür einen schnellen Prozessor und eine große Menge Arbeitsspeicher. Neu ist das nicht. Das weiß man und war bei neuen Technologien auch schon immer so. Trotzdem wird mit iOS 18 auf allen Geräten viel zu machen sein. Ja und wer bis September nicht warten mag, um eine KI zu nutzen, der kann sich alternativ auch mal den Co-Piloten von Microsoft anschauen. Er kostet nichts, arbeitet auf allen aktuellen Geräten von Apple und kommt in Form eines Assistenten daher, der es wirklich in sich hat. Ich schätze ihn unendlich und kann ihn nur empfehlen. Schon Kinder und Schüler können mit ihm arbeiten. 

Wer allerdings mehr will, der muss bis September oder zumindest bis zu ersten richtigen Beta warten. Noch ist es nicht soweit und da hilft auch kein Schimpfen und kein Meckern.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der ""Freitags-Füller"

Black & White Oktober 2023

Meine Apps