ProShot für Android


Seit gestern Abend ist mein Google Pixel 7 Pro um eine Kamera-App reicher. „ProShot“ heißt sie, ihr Preis liegt bei 7,50 € (einmalig) und sie dient als Ersatz für die hauseigene Kamera von Google selbst. Nur warum benötigt man eine solche Alternative überhaupt? In meinem heutigen Artikel verrate ich es euch!


Immer, wenn es auf meinem Blog technisch wird, muss ich aufpassen, nicht so zu schreiben, dass nur noch Eingeweihte mich verstehen. Deswegen ist es heute Morgen mein Ziel, die folgenden Sätze recht einfach zu formulieren.

Jedes Handy kommt mit einer eigenen Kamera-Software daher, die im Grunde nichts weiter als eine ganz normale App ist. Wer ausschließlich mit dem iPhone unterwegs ist und fotografiert, der arbeitet schon seit Jahren mit derselben Kamera-App, die je nach Modell und Baureihe nur um bestimmte Funktionen erweitert und erneuert wird. Das sieht auf Handys mit Google-Betriebssystem etwas anders aus. Hier hat jeder Hersteller eine eigene App am Start und so schaut die Kamera von Samsung dann logischerweise auch ganz anders aus, als die von einem Xiaomi oder eben jene, von meinem Pixel 7 Pro. Auf dem neusten Stand der Technik sind sie alle, was sie allerdings in der Praxis leisten, das ist dann doch wieder höchst unterschiedlich.

Die für mich beste Kamera-App war aus meiner Sicht die, auf dem Huawei P30 Pro, denn sie ließ kaum Wünsche offen und verfügte über alle mir wichtigen Funktionen. Hier kann mein Pixel 7 Pro nicht mithalten und genau das ist für mich das Problem.

Ein fehlender Pro-Modus


Die Kamera-App des Pixel 7 Pro ist wirklich clever und gut durchdacht. Wer sie allerdings komplett verstehen will, der muss sich intensiv mit ihr und ihren vielen Einstellungsmöglichkeiten beschäftigen. In einem Punkt hat sie jedoch einen großen Nachteil, denn ihr fehlt ein sogenannter Pro-Modus. Ihn gibt es erst ab dem Nachfolgemodell, also dem Pixel 8 Pro. 

Nur, was verbirgt sich eigentlich hinter ihm und wofür wird er konkret benötigt?


Der Pro-Modus


Um den Sinn des Pro-Modus zu verstehen, ist es ratsam, zunächst einmal die Handyfotografie ganz im Allgemeinen zu betrachten. Worin unterscheidet sie sich von dem Fotografieren mit einer schweren und großen Kamera? Nun, neben ihrer Bauweise ist es ganz klar die Art der Bedienung. Während an einer Spiegelreflex verschiedenste Parameter durch den Fotografen festgelegt werden können, übernimmt am Smartphone die Kamera-App selbst die wichtigsten Entscheidungen, was das Arbeiten natürlich sehr erleichtert. In vielen Situationen ist man so viel schneller in der Lage, ans Ziel zu gelangen. Denkt man hier beispielsweise an das iPhone, so sorgt die Kamera-App im Portät-Modus ganz automatisch dafür, dass der Hintergrund eines Bildes komplett weiß oder schwarz wird. Da muss nichts berechnet oder vorher konfiguriert werden und das ist natürlich herrlich. Ich bin ein großer Fan dieses Modus.

Es gibt allerdings auch Momente, in denen es wichtig ist, selbst bestimmte Einstellungen vornehmen zu können. Denkt man beispielsweise an die Sportfotografie, so ist es bei ihr vonnöten, die Zeit der Belichtung äußerst kurz zu halten, um Bewegungen in voller Schärfe einzufangen. Dumm nur, wenn es dafür in der hauseigenen App, so wie beim Pixel 7 Pro, keinerlei Möglichkeiten gibt. Da schaut man dann auch als halber Fotograf (Insider für Andreas) einfach mal in die Röhre.

Der Pro-Modus ist also ein Modus, über denen sich nahezu alle Einstellungen manuell festlegen lassen. Er ist in fast jeder externen App, also auch in „ProShot“ vorhanden.


Recht einfach gehalten und ohne Pro-Modus:
Die hauseigene Pixel-Kamera von Google


Sehr professionell aufgebaut und mit Pro-Modus
Die externe „ProShot“-App



Viel mehr Einstellungen, viel mehr Möglichkeiten


Apps wie „ProShot“ holen mehr aus der Kamera


Worauf man bei externen Apps achten sollte


Wer sich nun überlegt, auch zu einer alternativen Kamera-App zu wechseln, der sollte im Vorfeld einige Dinge beachten:

  • Apps wie „ProShot“ sind aus meiner Sicht nichts für Anfänger und Menschen, die sich mit den Grundbegriffen der Fotografie bisher noch nie vertraut gemacht haben.

  • Bevor ihr zu einer alternativen Kamera-App greift, solltet ihr euch unbedingt mit eurer bereits vorhandenen Kamera-App befassen und deren Funktionen kennen.

  • Außerdem ist zu prüfen, ob die jeweilige App auch wirklich mit allen Funktionen eurer Kamera kompatibel ist. Oft werden bestimmte Objektive von solchen Apps nicht erkannt oder beim Filmen gewisse Bitraten nicht umgesetzt. Wenn möglich, solltet ihr vor dem Kauf unbedingt eine Demo-Version nutzen und mit ihr testen, was in der Praxis wirklich geht.

Dieser Artikel ist ganz bewusst noch kein Testbericht zur neuen App, denn nach nur wenigen Stunden mit ihr kann ich sie logischerweise noch nicht endgültig bewerten. Der erste Eindruck ist allerdings hervorragend und so wird sehr wahrscheinlich auch noch ein weiterer Artikel zu ihr erscheinen.

Wie schaut es bei euch aus? 

Fotografiert ihr mit dem Smartphone? 

Nutzt ihr dafür externe Apps? 

Schreibt mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich, von euch zu lesen. 

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